Kennst du das? Du stehst vor einer Entscheidung – groß oder klein – und drehst dich im Kreis. Was, wenn ich mich falsch entscheide? Was, wenn ich es später bereue? Also wartest du. Sammelst noch mehr Informationen. Holst noch eine Meinung ein. Und merkst dabei gar nicht, dass genau dieses Warten selbst schon eine Entscheidung ist. Eine Entscheidung für Stillstand.
In meiner Arbeit begegnet mir das immer wieder, bei mir selbst und bei den Frauen, die ich begleite. Wir suchen die eine richtige Entscheidung, als gäbe es sie. Als gäbe es einen Weg, der garantiert richtig ist, und tausend andere, die falsch sind. Dabei ist es, aus meiner Erfahrung, ganz anders.
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt keine „falsche“ Entscheidung, nur unterschiedliche Wege, die dich weiterbringen
– Nicht das Was zählt, sondern: dass du dich entscheidest und ins Tun kommst
– Stillstand blockiert deine Verbindung zu deiner Energie, Handeln öffnet sie wieder
– Jede getroffene Entscheidung bringt Bewegung – und Bewegung ist Leben
– Du darfst üben, aus innerer Klarheit zu entscheiden statt aus Angst
Warum wir vor Entscheidungen erstarren
Viele von uns haben früh gelernt, dass Fehler gefährlich sind. Dass man erst sicher sein muss, bevor man handelt. Dass eine falsche Entscheidung etwas kaputt macht, das man nicht mehr reparieren kann. Das ist meine persönliche Beobachtung, keine wissenschaftliche Aussage, aber ich sehe dieses Muster sehr häufig bei den Frauen, mit denen ich arbeite.
Also bleiben wir stehen. Wir prüfen, wägen ab, holen eine Meinung nach der anderen ein. Und je länger wir das tun, desto größer wird die Entscheidung in unserem Kopf. Bis sie fast unmöglich erscheint.
Auch das Bewerten selbst hält uns oft fest. Ein gängiger Trick ist zu prüfen, ob eine Entscheidung „aus Angst“ oder „aus Liebe“ kommt. Doch auch hier sind wir schon wieder im Kopf und nicht mehr in der Bewegung. Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, woher eine Entscheidung kommt. Wichtig ist, dass wir ihr vertrauen und losgehen, denn letztlich ist es das Vertrauen ins Leben selbst. Und du bist das Leben selbst. Also geht es am Ende auch darum, dir zu vertrauen.
Nur: Stillstand fühlt sich vielleicht sicher an. Aber er ist es nicht. Er ist einfach nur eine andere Art von Bewegung, nämlich die Bewegung im Kreis.
Jede Entscheidung führt auf denselben Weg
Hier kommt der Gedanke, der bei mir in den letzten Wochen immer klarer wurde: Es ist völlig egal, welche Entscheidung du triffst. Ob du dich für A oder für B entscheidest, ob du den einen Weg gehst oder den anderen. Beide führen dich weiter. Beide bringen dich in Kontakt mit dir selbst, mit dem Leben, mit dem, was als Nächstes kommt.
Die eine Entscheidung mag steiniger sein, die andere sanfter. Die eine mag dich schneller ans Ziel bringen, die andere über Umwege. Wenn es denn sowas wie Ziele und Umwege überhaupt gibt. Jede Entscheidung ist richtig, denn sie bringt dich in Bewegung und damit in Verbindung mit der universellen Kraft, mit dem Göttlichen. Und erst in der Bewegung werden Synchronizitäten, das heißt: die Führung durch dein höheres Selbst, erfahrbar.
Das bedeutet auch: Du darfst dir selbst die Schwere nehmen. Erlaube dir Leichtigkeit. Du musst nicht die perfekte Entscheidung finden. Du darfst einfach eine treffen.
Bewegung als Prinzip
Aus meiner energetischen Arbeit heraus erlebe ich es so: Leben ist Bewegung. Energie will fließen. Und eine Entscheidung, die du triffst und dann auch umsetzt, bringt genau das wieder in Gang. Du kommst zurück in den Fluss, zurück in Verbindung mit dir und mit dem, was größer ist als du. Genau so kommst du wieder ins Fühlen und Spüren und kannst ggf nachkorrigieren oder sogar eine neue Entscheidung treffen.
Umgekehrt gilt: Solange du nicht entscheidest, bleibt etwas in dir stehen. Die Energie, die eigentlich fließen will, staut sich. Das kann sich anfühlen wie Erschöpfung, wie innere Unruhe, wie das Gefühl, im eigenen Leben nicht wirklich anzukommen.
Das ist meine persönliche Sichtweise auf das Thema, entstanden aus meiner Arbeit als energetische Heilerin, als Energetikerin. Ich lade dich ein, zu prüfen, ob sie sich für dich stimmig anfühlt.
Wie du wieder ins Entscheiden kommst
Ein paar Impulse, die mir und den Frauen, die ich begleite, helfen:
- Frag dich nicht, was die richtige Entscheidung ist. Frag dich, was sich in deinem Körper leichter anfühlt, wenn du beide Möglichkeiten kurz durchspielst
- Setz dir bewusst einen Zeitpunkt, bis wann du entscheidest, auch wenn du dich noch nicht zu hundert Prozent sicher fühlst
- Erinnere dich daran, dass eine Entscheidung kein Beton ist. Du darfst nachjustieren, wenn du merkst, dass ein Weg doch nicht der richtige für dich ist
- Erlaube dir, alle zehn Sekunden eine neue Wahl zu treffen, eine neue Entscheidung zu treffen. Du darfst dir jederzeit erlauben, neu zu wählen
- Setz die Entscheidung um. Erst das Tun bringt die Bewegung, nicht das Entscheiden allein
Du musst nicht wissen, wohin genau dich eine Entscheidung führt. Du darfst einfach losgehen und dabei herausfinden, ob es sich weiterhin stimmig anfühlt, oder ob es Zeit für einen neuen Schritt ist.
Magst du mir erzählen: Vor welcher Entscheidung stehst du gerade? Und was würde sich verändern, wenn du dir erlaubst, dass es dafür kein richtig oder falsch gibt, sondern nur ein „Ich bewege mich“?
Meine Inspiration für diesen Artikel
Einige Gedanken in diesem Artikel wurden mir noch einmal ganz neu bewusst durch das Buch „Solomon spricht über ein Leben in Verbundenheit“ von Eric Pearl und Frederick Ponzlov, das mich in meinem Verständnis von Entscheidungen sehr inspiriert hat.
Licht, Liebe und Segen,
deine Vera 💛🙏
