Wie du zurück in den Fluss deines Lebens kommst.
Du weißt eigentlich, dass das Leben sich leichter anfühlen könnte, und trotzdem landest du immer wieder in Enge, Sorge und Kontrolle. Ich kenne das gut.
Ich liebe Effektivität und Effizienz. Und ich stelle die Frage: Darf es auch leicht gehen? Mir geht es dabei nicht um schneller, höher, weiter. Mir geht es darum, möglichst leicht und einfach zurück in den Fluss des Lebens zu kommen, und zwar in den Fluss meines eigenen Lebens. Dieser ist für jeden ganz individuell.
Das Wichtigste in Kürze
- Das kleine Selbst glaubt, es sei auf den Körper begrenzt, müsse sich über Kontrolle sichern und sei in der Welt nicht sicher
- Das große Selbst ist mit Mutter Erde und Vater Kosmos, mit der Quelle allen Seins verbunden und vertraut dem Leben und der eigenen Schöpferkraft
- Beide sind immer gleichzeitig da
- Du kannst wählen, wohin du deinen Fokus richtest
- Der Weg dorthin ist individuell, und er beginnt mit Bewusstsein
Was ist der Unterschied zwischen großem Selbst und kleinem Selbst?
Das kleine Selbst ist der Teil von dir, der sich auf den Körper begrenzt glaubt, die Welt mechanisch erklärt und sich über Kontrolle absichern will. Das große Selbst ist der Teil von dir, der mit Mutter Erde, Vater Kosmos, mit der Quelle allen Seins verbunden ist und dem Leben, sich selbst und der eigenen Schöpferkraft vertraut.
Das kleine Selbst hat viel Angst. Es denkt, es sei wirkungslos, und es glaubt, dass es da draußen eine Welt gibt, vor der es sich schützen muss. Das große Selbst weiß dagegen, wie es geht. Es weiß, dass unter jedem Schmerz eine Emotion steckt, und dass es nicht die Emotion ist, die wehtut, wenn ich sie fließen lasse. Wehtun tut es, wenn ich sie vermeide. Um fließen zu lassen, braucht es Vertrauen und Hingabe.
Ich mag den Begriff großes Selbst lieber als höheres Selbst. Das höhere Selbst klingt für mich nach etwas, das weit weg ist und das ich mir erst verdienen muss. Und schon taucht die Frage auf: Bin ich das überhaupt wert, mit meinem höheren Selbst in Kontakt zu sein? Bei dem Begriff des großen Selbst entfällt das. Ich bin das große Selbst. Ich muss vorher nicht noch das und das und das erledigen. Es ist nichts, was weiter weg ist. Es ist alles gleichzeitig hier und jetzt da, um mich herum und in mir drinnen.
Was hat das Leben mit Leichtigkeit zu tun?
Aus den Veden kommt das Konzept des Dharma. So wie ich es verstehe, beschreibt Dharma einen Zustand, in dem du genau die Arbeit tust, in der du im absoluten Flow bist. Dein ganzes System, Körper, Geist, Seele und Energie, ist im Fluss. Du bist voll im Vertrauen. Ins Leben, in dich, in deine Wirksamkeit. Geben und Empfangen sind im Gleichgewicht, und Zeit und Raum lösen sich vom Gefühl her auf. Du gehst in deiner eigenen Lebensaufgabe auf und bist glücklich.
„Bubbles of bliss, 24 hours a day.“
So oder ähnlich drückte Maharishi Mahesh Yogi aus, dass sprudelnde Glückseligkeit rund um die Uhr unser Geburtsrecht sei. Das fand ich so cool, als ich im Jahr 2000 die Transzendentale Meditation gelernt habe.
Die Frage zum Dharma, zum glückseligen Leben ist doch: Wie komme ich da hin? Wie finde ich, was meine Seele glücklich macht?
Mir geht es so, wenn ich medial-energetisch arbeite. Die Weite und die Verbundenheit, die ich dann erlebe, machen mich glücklich. Und die Frage bleibt: Wie kann ich diesen leichten, freudigen Zustand auch im Alltag halten und schnell wieder dorthin zurückfinden, wenn ich rausfalle?
Wie finde ich den Weg zum großen Selbst?
Ganz ehrlich: Ich bin seit meinem 16. Lebensjahr auf diesem Weg. In meiner Teenagerzeit dachte ich, ich finde ihn im Außen. Ich wollte die Welt kennenlernen, reisen, entdecken. Dabei konnte ich noch nicht sehen, dass ich die Welt bin. Es ging darum, meine eigene Welt kennenzulernen. Pippi Langstrumpf ist dafür ein wunderbares Bild: ein Mädchen, das sich seine Welt macht, wie sie ihr gefällt, und dabei ganz leicht im Kontakt mit sich selbst bleibt und Spaß hat.
Mein Weg führte mich über Bücher. Mein allererstes war „Der kleine Prinz“, später kam „Die Möwe Jonathan“ dazu, auch in meiner Teenagerzeit. Ich habe mich mein Leben lang anders gefühlt, als wäre ich auf diesem Planeten falsch. Ich glaube, dieses Gefühl kennen ganz viele Menschen. Durch das Lesen habe ich gemerkt: Ich bin damit nicht allein. Es geht vielen so. Vielleicht kennst du das auch?
Dein Weg sieht anders aus als meiner, denn du bist ebenso individuell wie ich. Aber ein Schritt gehört für mich immer dazu: die unbewussten Mechanismen aufzudecken, die mich im kleinen Selbst halten, und den Glaubenssätzen auf die Schliche zu kommen. So machst du den Weg frei für das große Selbst.
Und noch einmal: Auch das darf leicht gehen.
Warum bleiben wir im kleinen Selbst hängen?
Im kleinen Selbst zu leben ist in unserer Gesellschaft der Normalzustand. Schmerz, Leid, Anstrengung, Mangel, Selbstzweifel und Unsicherheit gehören dazu. Das alles ist quasi unsere Persönlichkeit, die aus Erfahrungen und Prägungen entstanden ist, aus dem sozialen Umfeld, aus Schule, Ausbildung, Gesellschaft und der Stadt, in der wir aufgewachsen sind. Und das kleine Selbst hält an dieser Persönlichkeit fest, weil sie ihm vermeintliche Sicherheit gibt. Gedanken werden zu Worten, Worte zu Handlungen, Handlungen zu Charakter. Wer in dieser Kette nie hinschaut, bleibt, wo er ist.
Ein weiterer Grund ist oft, wie wir unsere Wunsch- und Bedürfnisbefriedigung erfahren haben. Hast du dir etwas Schönes gewünscht und dafür einen auf den Deckel bekommen, verknüpft sich Wunsch mit Schmerz. Im Körper, im Nervensystem. Das innere Kind beschließt dann, mehr unbewusst als bewusst: Ich wünsche mir nichts mehr, das tut eh nur weh. Seitdem ist die Frage: Wie will ich es eigentlich haben? Was wünsche ich mir wirklich? vermintes Gelände.
Wie habe ich das selbst erlebt?
Mir ist beim Aufnehmen dieses Textes etwas passiert, das ich dir nicht vorenthalten will. Ich sprach über die Wesenheiten, die Erde, die Planeten, die Engel, die Elemente, und mitten im Satz bin ich quasi ausgestiegen. Da tauchte der Glaubenssatz auf: „Die glauben mir sowieso nicht, und es ist gefährlich, meine Wahrheit auszusprechen“. Interessant, nicht wahr? Ich spreche seit Jahren über diese Dinge, und das kleine Selbst meldet sich trotzdem noch. Genau deshalb schreibe ich darüber.
Und ich kenne Spiritual Bypassing aus eigener Erfahrung. Also Schmerz mit spirituellen Gedanken zu überdecken, statt ihn zu fühlen. Einen großen Teil meines Lebens habe ich es betrieben. Im großen Selbst zu sein bedeutet nicht, Schmerz wegzulächeln. Es bedeutet, ihn zu fühlen, ohne darin zu ertrinken.
Ich lebe inzwischen in einer Gemeinschaft mit vielen Menschen und habe mehr Begegnungen als in den letzten fünf Jahren zusammen. Da zeigt sich schnell, wann ich im kleinen und wann im großen Selbst unterwegs bin. Im kleinen Selbst fühle ich mich eng, empfindlich, verletzlich, und der Verstand will mir Sachen einreden, von denen ich mittlerweile fühlend weiß, dass sie nicht stimmen.
Diese neuen Erfahrungen berühren mich oft zu Tränen. Erst gestern beim Spülen in der Küche hörte ich das Lied von Seom „Liebe was ist“ und die Zeile: „Ich liebe, weil es wehtut, nicht zu lieben“ berührt mich tief.
Genau das ist die tiefe Wahrheit deiner Seele. Sie ist Liebe. Und wenn wir uns aus schmerzhaften Erfahrungen heraus vom Lieben abgeschnitten haben, tut es weh.
Wie fühlt sich das große Selbst an?
Das große Selbst liebt einfach. Ohne wenn …, dann … Wenn ich im großen Selbst bin, fühle ich Frieden in mir und Weite um mich herum. Ich bin angebunden und im Vertrauen. Sofort ist die Herzensverbindung zu den Menschen da, denen ich begegne, egal ob es die Frau an der Supermarktkasse ist oder die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Und zwar wirklich gefühlt, nicht schöngeredet. Ich fühle eine universelle Liebe für jeden und bin davon erfüllt. Ich freue mich, ich habe Spaß. So ist das Leben echt schön und nicht an Bedingtheiten geknüpft.
Das Wichtigste dabei: Es ist immer alles gleichzeitig da.
Ich setze den Fokus auf das, was ich erleben will, und meine Absicht reicht aus. Du hast diese freie Wahl. Sogar das Göttliche, dein Schutzengel, dein geistiges Team lassen sie dir. Das ist das Geschenk dieser Erfahrung auf dem Planeten Erde. Auch wenn es sich zunächst anders anfühlt, eben aus der Begrenzung heraus.
Was machen Schmerz und Leid aus meiner Seele?
Für mich ist es so: Ich habe viele Leben gelebt, in verschiedenen Kulturen und Zeitaltern, als Priesterin, Heilerin, Hebamme, Kräuterfrau, Herrscherin und Sklavin. Alles, was ich erlebt, gefühlt, erfahren und geglaubt habe, wird in der emotionalen, mentalen und spirituellen Aura gespeichert. Und die Seele nimmt all das mit ins nächste Leben, und so wächst der Erfahrungsraum. Körper und physische Aura sterben mit dem Tod, das Gelernte nicht.
Wenn du das hier liest, bist du ziemlich wahrscheinlich eine alte Seele. Das ist mein persönliches Weltbild und keine Tatsache, die ich beweisen kann – oder will. Doch ich weiß hellwissend, dass meine Seele all das, was ich hier und jetzt in diesem Leben erlebt habe, aus einem Grund gewählt hat: Indem ich mich aus Schmerz und Leid heraus entwickle, wächst meine Kraft, genauso wie mein mitfühlendes Verständnis für das Leid, für das Vermeiden und für das Menschsein.
Alles, was du an Schmerz erfahren hast, kann dich näher zu dir bringen, wenn du bereit bist, diesen Weg mit dir zu gehen.
Wie kommst du in dein großes Selbst?
Drei Fragen, die mir helfen und vielleicht auch dir.
- Erstens: Was denkt mein kleines Selbst gerade über diese Situation?
- Zweitens: Was würde mein großes Selbst denken, fühlen, wahrnehmen, tun, ohne vorher irgendetwas beweisen zu müssen?
- Drittens: Welche Emotion steckt unter den Gedanken des kleinen Selbst, und kann ich mir jetzt gerade erlauben, sie zu fühlen, sie da sein zu lassen?
Mit dem großen Selbst verbunden zu sein, ist keine Leistung, sondern eine Erinnerung. Und wenn du wählst, wählst du nicht gegen das kleine Selbst. Du lädst es ein, einmal tief durchzuatmen, lässt es da sein und richtest deinen Fokus neu aus.
Wenn du merkst, dass dir der Weg allein schwerfällt, begleite ich dich gern. Bist du bereit, den Kontakt zu dir und deinem großen Selbst zu vertiefen? In meinen wöchentlichen medial geführten, energetischen Heilsessions, hast du die Möglichkeit dazu.
Licht, Liebe und Segen, deine Vera 😇✨💫💞
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