Monatsrückblick April 2026: Loslassen lernen – 5 Erkenntnisse, die mich befreiten

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Loslassen lernen – wie geht das eigentlich wirklich? Nicht als Konzept. Nicht als Affirmation. Sondern so, dass sich in deinem Körper tatsächlich etwas gefühlt löst? Der April 2026 hat mir darauf eine Antwort gegeben – und sie kam nicht aus einem Buch, sondern aus schlaflosen Nächten auf Kreta, aus Qi Gong mit den Füßen im Meer und aus Momenten, in denen ich aufgehört habe zu kämpfen. Ich war Teil eines Teams, umgeben von Menschen, die – wie ich – mitten in ihrer eigenen Transformation steckten. Dieses Mit-Eins-Anders (Begriff von Birgit Fischer) ist so heilsam und nährend, zumal ich in den letzten zwei Jahren viel Zeit im Rückzug allein in einem intensiven Selbstheilungsprozess verbracht habe.

Wie geht „loslassen“?

Loslassen bedeutet nicht, etwas wegzudrücken oder „positiv zu denken“. Wirkliches Loslassen ist keine Technik – es ist eine Haltung. Es geschieht in dem Moment, in dem du aufhörst, gegen dich selbst zu kämpfen. Wenn du deine Gefühle wirklich fühlst, deine Körpersignale ernst nimmst und anfängst, das loszulassen, was dir nicht mehr dient. Nicht mit Druck. Sondern mit Erlaubnis.

Was sich in diesem Monat gezeigt hat, hat mich tief bewegt und gleichzeitig in der Tiefe befreit. Fünf Erkenntnisse stechen dabei besonders heraus. Nicht als Theorie. Sondern als gelebte, verkörperte Wahrheit – entstanden genau dort, wo ich aufgehört habe zu funktionieren und angefangen habe zu fühlen. Diese Erkenntnisse sind allgemein genug, um sie auch in dein Leben zu übersetzen – egal, wo du gerade stehst. Ich hoffe, sie berühren dich so, wie sie mich berührt haben.

Erkenntnis Nr. 1: Dein Körper sagt immer die Wahrheit – fühle dich und lerne, ihm zu vertrauen.

Es gibt einen Moment, in dem du aufhörst, mit dem Kopf zu analysieren, und anfängst, deinem Körper zuzuhören. Dieser Moment ist kein spirituelles Konzept. Er ist fühlbar, spürbar, unmittelbar. Wenn du an eine Entscheidung denkst – und dein Bauch sich entspannt, dein Hals weit wird, deine Schultern loslassen – dann ist das ein „Ja“. Wenn dich der Gedanke innerlich eng macht, dir buchstäblich übel wird oder du nicht schlafen kannst: das ist ein klares „Nein“.

Im April habe ich das wieder und wieder erlebt. Die Körpersignale waren eindeutig – ich musste nur lernen, ihnen mehr zu trauen als meinen alten Denkmustern. Denn der Verstand ist kreativ. Er erfindet Gründe, warum du bleiben, helfen, retten, anpassen musst. Der Körper ist ehrlicher. Er weiß bereits, was die Seele noch nicht ausgesprochen hat.

Meine persönliche Erkenntnis: Ich habe in diesem Monat gelernt, dass das Entspannen im Körper keine Schwäche ist, sondern mein verlässlichster Kompass. Überall, wo mein Körper locker ließ, war mein wahrer Weg. Überall, wo er sich verkrampfte oder mir sprichwörtlich die Sprache verschlug, war etwas nicht stimmig – egal, wie vernünftig es aussah.

Erkenntnis Nr. 2: Das Schuldgefühl ist kein Beweis für einen Fehler – es ist der Preis der Freiheit.

Hast du dich auch schon mal dabei ertappt, eine wichtige Grenze zu ziehen – und dich im nächsten Moment furchtbar schuldig zu fühlen? Als würdest du jemandem etwas wegnehmen, das dir eigentlich gar nicht gehört? Dieses Schuldgefühl fühlt sich so real an, so wahr – und es ist doch nur das laute Aufbäumen eines alten Musters.

Wer lange gelernt hat, das Chaos anderer zu managen, um sicher zu sein – ob als Kind, in Beziehungen oder im Job – für den bedeutet eine klare Grenze zunächst immer: Gefahr. Das Nervensystem hat gelernt: „Wenn ich mich nicht anpasse und helfe, werde ich verstoßen.“ Und so produziert es Schuldgefühle, um dich zurück in die vertraute Rolle drängen zu wollen.

Die Befreiung liegt in dem Moment, in dem du erkennst: Dieses Schuldgefühl ist kein Zeichen, dass du falsch liegst. Es ist der Entzug. Es ist der Beweis, dass du gerade etwas Neues tust.

Meine persönliche Erkenntnis: Ich habe im April gelernt, das Aushalten von Schuldgefühlen (die nicht der Wahrheit entsprechen!) als den Preis zu betrachten, den ich für meine Freiheit zahle. Nicht als Strafe. Als bewusste Entscheidung. Jedes Mal, wenn das Schuldgefühl auftauchte und ich trotzdem in meiner ureigenen Energie blieb, wurde die Grenze ein kleines Stück echter und fühlbarer.

Oben zu sein und in die Weite zu schauen, erzeugt in mir stets ein Gefühl von Freiheit - besonders, wenn ich selbst hochgelaufen bin.
Oben zu sein und in die Weite zu schauen, erzeugt in mir stets ein Gefühl von Freiheit – besonders, wenn ich selbst hochgelaufen bin.

Erkenntnis Nr. 3: Ungebetene Hilfe ist übergriffig – echte Stärke wartet, bis sie gefragt wird.

Tief fürsorglich zu sein, ist ein Geschenk. Aber es kann auch zur Falle werden – dann nämlich, wenn wir anfangen, anderen unsere Hilfe, unsere Erkenntnisse, unser Wissen aufzuzwingen, ohne dass sie darum gebeten haben. Nicht aus Böswilligkeit. Sondern weil wir tief glauben: „Ich sehe, was du brauchst. Ich kann dir helfen. Es wäre doch falsch, nichts zu tun.“

Das Problem: Die andere Person hat nicht darum gebeten. Wie in der Geschichte der alten Frau, der über die Straße geholfen wird, obwohl sie die Seite gar nicht wechseln wollte. Ungebetene Hilfe – so gut gemeint sie auch ist – nimmt dem anderen die Selbstwirksamkeit. Und uns selbst kostet sie Energie, die niemand wollte und niemand annimmt.

Wahre Stärke zeigt sich in dem Moment, in dem du erkennst: Ich sehe das Problem. Ich hätte eine Lösung. Und ich warte trotzdem, bis ich gefragt werde. Das ist keine Gleichgültigkeit. Das ist tiefe Würde – für dich und für das Gegenüber.

Meine persönliche Erkenntnis: Ich wertschätze und würdige mein Gegenüber mit der inneren Haltung: Hey, du bist absolut fähig, deine Dinge selbst zu lösen. Im April durfte ich üben, bei mir zu bleiben und dem individuellen Weg meines Gegenübers zu vertrauen. Und ich freue mich, wenn ich um Feedback und Rat gebeten werde: in der wertschätzenden Haltung auf Augenhöhe.

Erkenntnis Nr. 4: Sicherheit entsteht im Innen – nicht durch das Kontrollieren des Außen.

Viele von uns haben sehr früh gelernt, Sicherheit herzustellen, indem sie das Umfeld kontrollierten. Wenn alles geregelt ist, wenn alle zufrieden sind, wenn kein Konflikt brodelt – dann ist es sicher. Dann bin ich sicher. Dieses Muster kann uns zu sehr fähigen Menschen machen. Und gleichzeitig zu erschöpften.

Denn Sicherheit im Außen herzustellen ist wie der Versuch, das Meer zu beruhigen. Es gelingt nie dauerhaft. Es kostet alles. Und die Stille, die du dir erkämpfst, trägt dich nicht – denn sie gehört dir nicht wirklich.

Echte Sicherheit, die trägt – die findest du nur im Innen. In deiner Ausrichtung. In deinen Werten. In der Verbindung mit dir selbst und in deinem dich fühlen lassen. Wenn diese innere Mitte stabil ist, kann das Außen im Chaos versinken – und du bleibst trotzdem zentriert in deiner Kraft und Energie.

Meine persönliche Erkenntnis: Auf Kreta habe ich das wortwörtlich gespürt: Sobald ich aufgehört habe, das Außen mental zu reparieren, und stattdessen die Hände in Erlaubnis auf meinen Bauch gelegt habe – war plötzlich Stille. Nicht, weil das Chaos aufgehört hatte. Sondern weil ich aufgehört hatte, es zu meinem Problem zu machen.

Erkenntnis Nr. 5: Du darfst liebevolle Angebote ablehnen – einfach, weil dein Körper gerade keinen Hunger darauf hat.

Das klingt so simpel. Und es ist eine der tiefsten Freiheiten überhaupt.

Viele von uns haben gelernt: Ein Nein ist nur erlaubt, wenn der andere sich falsch verhält. Wenn jemand manipuliert, lügt, Grenzen überschreitet – dann darf ich Nein sagen. Aber wenn jemand nett ist, es gut gemeint hat, mir etwas Schönes anbietet? Dann muss ich doch Ja sagen. Sonst bin ich undankbar. Kalt. Verschlossen. Oder was auch immer der Verstand erzählt.

Das ist die subtilste Anpassungsfalle. Sie trägt das Gesicht der Wärme und der Liebe.

Die Wahrheit ist: Du darfst jedes Angebot ablehnen. Nicht, weil der andere einen Fehler gemacht hat. Sondern einfach, weil dein Körper gerade nicht danach ist. Weil du satt bist. Weil der Moment nicht stimmt. Das ist keine Ablehnung der Person. Es ist Loyalität zu dir selbst.

Gemüsemarkt in Spili auf Kreta.
Gemüsemarkt in Spili auf Kreta.

Meine persönliche Erkenntnis: Als ich im April ein liebevolles Angebot freundlich ablehnte – nicht, weil etwas falsch daran war, sondern weil sich mein Körper unwohl fühlte – da öffnete sich etwas in mir. Die Erkenntnis: Mein Nein braucht keine Begründung durch das Verhalten anderer. Mein Körper darf einfach Nein sagen. Punkt. Das war mega.

Was im April 2026 sonst noch los war

  • Ich habe meinen Geburtstag auf Kreta gefeiert – und mich selbst in die Mitte gestellt, weil niemand sonst die Initiative ergriffen hatte. Das war ein kleines, mächtiges Statement an mich selbst.
Vera beim Geburtstags-Kaffeetrinken in Plakias.
Geburtstags-Kaffeetrinken in Plakias.
  • Ich habe Qi Gong am Strand gemacht – allein, mit den Füßen im Meer, in einer der tiefsten Qi Gong Sessions dieses Monats. Der Körper weiß genau, was er braucht, um Altes ziehen zu lassen.
  • Ich habe Kräuter gesammelt – mit einer Frau, die seit vier Jahren auf Kreta lebt, und sie in einem sehr leckeren Wildkräuterjoghurt verarbeitet. Hmm, lecker.
Salbei zum Räuchern und Brandkraut, weil es gut duftet.
Salbei zum Räuchern und Brandkraut, weil es gut duftet.
  • Ich habe erkannt, dass Schlaflosigkeit oft keine Störung ist – sondern das Gesamt-System, das aufräumt, anstatt nachts zu reisen. Und ich habe gelernt, auch das zu ehren.
  • Ich erfreue mich am Geben und an der Freude, die es bei den Beschenkten auslöst.
  • Jede Woche sind wir mindestens 1 Mal als Gruppe zusammen gewandert – Natur ist so heilsam, genau wie das Miteinander.

Ausblick auf den Mai 2026

  • Integration der April-Erkenntnisse – nicht noch mehr Input, sondern das wirklich Verankern von dem, was sich gezeigt hat.
  • Neue Struktur für mein Angebot – ich arbeite daran, mein Wissen um Ernährung, Energetik und Heilung in ein klares, transparentes Format zu bringen.
  • Selbstwirksamkeit und gefühlte Verkörperung als Kursinhalt – die Erkenntnisse dieses Monats fließen direkt in die Entwicklung meines Befreit-Lebens-Jahres-Programms ein.
  • Mehr Natur, weniger Bildschirm – der Körper hat im April klar gesprochen. Im Mai höre ich weiterhin hin und achte auf die Balance aller meiner Anteile und ihrer Bedürfnisse: Natur, Bewegung, Computerarbeit und gesundes Essen.
  • Schreiben – mehr von dem, was bewegt. Ehrlich. Direkt. Ohne Maske.
Die typisch griechischen Blautöne - so schön.
Die typisch griechischen Blautöne – so schön.

Fazit: Was der April mir wirklich geschenkt hat

Loslassen lernen bedeutet nicht, dass du aufhörst zu fühlen. Es bedeutet, dass du aufhörst, das Falsche festzuhalten. Fünf Erkenntnisse. Fünf Schichten, die sich abgelöst haben – nicht sanft, sondern mit der ganzen Wucht von 54 Jahren tief verankerter Muster. Und doch fühlt sich dieser Monat nicht schwer an, wenn ich jetzt darauf zurückschaue. Er fühlt sich weit an.

Vielleicht ist das die ehrlichste Zusammenfassung des Aprils: Ich habe innerlich weniger getan – und mehr gewonnen. Weniger gerettet, weniger erklärt, weniger gehalten, was nicht mir gehörte. Und in genau diesem Weniger hat sich etwas geöffnet, das kein Tun je hätte schaffen können.

Wenn ich dir nur einen einzigen Gedanken mitgeben dürfte, dann diesen: Dein Körper weiß es bereits. Er weiß, wo dein Ja ist. Er weiß, wo dein Nein ist. Er weiß, wann du satt bist und wann wirklich hungrig – auch im übertragenen Sinne. Erlaube dir, ihm zu lauschen – und fange an, ihm zu glauben.

Das ist kein Endpunkt. Es ist ein Anfang. Und der Mai darf leichter werden und voller Erlaubnisse mit meinem Selbst sein.

Licht, Liebe und Segen für dich,
deine Vera 💞✨💫😇

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Vera Wollenweber

Befreit leben – Tiefe in Leichtigkeit. Mediale Heilung, Selbstwirksamkeit und aktive Energiearbeit für wahre innere Freiheit - für Frauen. In meinen 53 Lebensjahren habe ich erfahren, wie heilsam es ist, sich von alten Mustern und inneren Gefängnissen ganzheitlich zu befreien. So ist mein Jahresprogramm 
„Befreit leben - Tiefe in Leichtigkeit“ entstanden. Heute begleite ich Frauen, wie dich, die sich danach sehnen, sich wieder zu fühlen und ihre eigene Kraft zu spüren. Um selbstwirksam die Liebe zu SEIN, die sie in Wahrheit sind.
 Meine energetische und medial geführte Arbeit unterstützt dich dabei, Selbstliebe zu entwickeln, innere Wirksamkeit zu erfahren, in deine innere Freiheit zu gehen und das Leben wieder mit Leichtigkeit und Freude zu genießen. Erfahre hier mehr über mein Angebot.

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